Montag, 6. Januar 2014

1 zu 9 gegen die Kunst

Haushohe Niederlage

Das Jahr 2013 ist beendet und das Ergebnis steht fest. Eine klare, eindeutige 1:9 Niederlage. Man konnte es nicht anders erwarten, aber schön ist es trotzdem nicht.

Wieder mal hat, wie der FAZ-Jahresrückblick der teuersten Besitzerwechsel von 'Kunst'-Werken zeigt, der Marktwert nichts mit Qualität zu tun, sondern nur mit Investment. Denn wenn Qualität und Können auch nur ansatzweise eine Bedeutung hätten, dann wären garantiert neun der ersten zehn Werke nicht in der Liste zu finden.

Fehlende Zockermentalität

Wie man zum Beispiel für Mark Rothkos oder Barnett Newmans langweilig, pedantisch, minimalistische Farbflächen hohe zweistellige Millionenbeträge ausgeben kann, wird mir immer ein Rätsel bleiben.
Nerven wie Drahtseile muss man auf jeden Fall haben, wenn man glaubt, dass diese 'Kunst'-Werke auch in Zukunft ihren Preis halten werden. Das Produkt selber ist natürlich nicht der Grund für den Optimismus. Der Maestro ist die Basis der Investition. Sein Ruhm soll die Zeit überstehen. Darauf hoffen die Geldgeber. Wenn sie recht haben, wird unsere Ära vielleicht als Spekulanten-Dilettantismus in die Geschichtsbücher eingehen.

Hoffnung

Einziges Werk, welche die Bezeichnung Kunst verdient, ist als rühmliche Ausnahme übrigens auf Platz 8b, Norman Rockwells „Saying Grace“ von 1951.

Mal sehen, was das Jahr 2014 bringen wird. Mein hoffnungsvoller Tipp ist 2:8.

Kommentare:

  1. Habe mir gerade "Saying Grace" angeschaut. Tatsächlich ein schönes Bild, anschauenswert. Es wirkt allerdings etwas verschwommen, gewissermassen unscharf. Liegt das nun an dem Gemälde oder an der Reproduktion?

    Gruss an Sie
    Georg

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  2. Das wird mit Sicherheit an der Reproduktion liegen. Gruß

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